Ein Gefühl – zwei Gefühle?? Gefühle für den Alltag Nr. 1

2015-03-01 15.14.28

In meiner Arbeit als Coach und Trainerin ist mir aufgefallen, wie segensreich es sein kann, immer mal wieder daran erinnert zu werden, was es heute an Wissen zum Umgang mit Gefühlen gibt. Und wie genau wir mit unseren Gefühlen im Alltag umgehen können. Deshalb schreibe ich jetzt wöchentlich einen kleinen Beitrag dazu.

Nun geht’s los!

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass wir oft mehr als ein Gefühl im gleichen Moment empfinden? Beziehungsweise kurz nacheinander, je nachdem, wohin wir den Fokus unserer Aufmerksamkeit lenken?

Wenn Sie zum Beispiel eine unangenehme medizinische Untersuchung vor sich haben und sich vielleicht so fühlen Nervoes +ängstlich
und gleichzeitig dankbar sind, dass ein Arzt bei Ihnen ist, der Ihnen alles ganz in Ruhe erklärt und auf Ihre Fragen und Bedenken eingeht. Dann könnten Sie sich auch so Och das ist aber nett fühlen. Beides kurz hintereinander.

Wenn Sie sich später an diese Situation erinnern, können Sie den Fokus wählen:

Die Angst vor der Untersuchung oder

die Dankbarkeit für den umsichtigen, kompetenten Arzt.

Was heißt das für den Alltag? Genau: wir entscheiden über unsere Gefühle. Darüber, wie lange wir bei einem bestimmten Gefühl verweilen. Unsere Erwartungen spielen eine große Rolle, unsere bisherigen Erfahrungen, und, ob wir unsere Gefühle überhaupt bemerken. Wenn wir den Umgang mit Gefühlen schon von Kind auf trainieren, ähnlich, wie wir als Kinder lernen, uns regelmäßig die Zähne zu putzen, hat das eine große Auswirkung auf die spätere seelische Gesundheit…
Gleichzeitig ist es natürlich nie zu spät, unser Gehirn ist in jedem Lebensalter entwicklungsfähig! Dazu gleich eine klitzekleine Übung.

Für die Leseratten unter Ihnen ein paar Buchempfehlungen: Gerald Huether: Anleitung für ein menschliches Hirn — Rick Hanson/Richard Mendius: Das Gehirn eines Buddha — Barbara L. Fredrickson: die macht der guten gefühle — Vera Heim/Gabriele Lindemann: Auftanken im Alltag (kurz und knapp)

Hier die Übung: Nehmen Sie sich doch für diese Woche vor, angenehme Gefühle intensiver als sonst wahrzunehmen und eine ganze Minute dabei zu verweilen, diesem Gefühl nachzuspüren. Achten Sie auf das, was in Ihrem Körper passiert:

  • Wie fühlt sich das genau an, dieses angenehme Gefühl?
  • Wo im Körper verändert sich etwas?

Wenn Sie dies regelmässig praktizieren, werden Sie angenehme Gefühle immer schneller und leichter wahrnehmen.

Viel Freude damit!

P.S. Das Foto oben zeigt den Zustand unseres kleinen Vorgärtchens, vor dem „Gefühlsmonster Hauptquartier“ in Berlin. So können Sie jede Woche die Veränderung sehen – und vielleicht kommen Sie auch mal persönlich vorbei?

Hinterlasse eine Antwort

Für die Kommentarfunktion auf dieser Seite werden neben Ihrem Kommentar auch Angaben zum Zeitpunkt der Erstellung des Kommentars, Ihre E-Mail-Adresse und, wenn Sie nicht anonym posten, der von Ihnen gewählte Nutzername gespeichert. Bitte dazu die Datenschutzerklärung beachten.