Umgang mit Gefühlen – Teil 2

Erinnern Sie sich? Im Dezember 2008 hatte ich einen Artikel mit diesem Titel geschrieben, darüber, dass es in allen Lebenssituationen hilfreich ist, die Gefühle wahrzunehmen, die da sind.

Manchmal sind uns unsere eigenen Vorsätze im Wege, wie der, dass wir uns nicht ärgern möchten, es nicht ok finden, wenn wir auf Kollegen, Freundinnen, Familienmitglieder ärgerlich sind.

Hmmmm.

Könnte es sein, dass wir dann manchmal auch ärgerlich auf uns sind, dass wir uns so ärgern?? Wie kommen wir da raus?

Ich möchte Ihnen einen etwas überraschenden Umgang mit Ärger und ähnlichen „schwierigen Gefühlen“ weitergeben aus der energetischen Psychologie (die „Bücherwürmer“ unter Ihnen finden mehr dazu in: Michael Bohne, Einführung in die Praxis der Energetischen Psychologie – bei ihm habe ich diese Anregung gefunden). Stellen Sie sich darauf ein, dass in der folgenden Übung auch eine kleine Bewegung vorkommt!

Es geht hier um den respektvollen Umgang mit sich selbst als Basis für den Umgang mit Anderen. Zuallererst brauchen wir selbst Liebe und Verständnis dafür, dass wir ständig mit Menschen auskommen müssen, die so anders sind als wir selbst!

Stimmts?

Die Idee ist, nach jedem Ärger, jeder schwierigen Situation dreimal den folgenden Satz zu sagen:
„Auch wenn ich immer ungeduldig werde, wenn Kollege X mit einem Anliegen kommt (hier unbedingt den für Sie im Moment passenden Satz einsetzen!), liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin!“ Oder: „Auch wenn ich total wütend auf meine Partnerin bin, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin!“ Oder: „Auch wenn ich gerade Dinge gesagt habe, die ich nicht sagen wollte, liebe und respektiere ich mich so, wie ich bin!“
Dreimal, wie gesagt, am besten laut, wenn Sie alleine sind.

Mit der Zeit merken Sie auch eine Erleichterung, wenn Sie solch einen Satz einfach denken.

Und jetzt die kleine Bewegung: Sie können das ganze noch unterstützen dadurch, dass Sie mit der rechten Hand einen Punkt unter dem linken Schlüsselbein reiben. Den sogenannten „Selbstakzeptanz-Punkt“, erkennbar daran, dass man einen leichten Schmerz beim Reiben spürt.
Hmmm…, ganz schön komisch, denken Sie jetzt? Nehmen Sie dies einfach als Idee und schauen Sie, ob Sie sich bei Gelegenheit daran erinnern und es ausprobieren möchten. Wir alle lassen uns nur durch eigene erfolgreiche Erfahrungen überzeugen, und wie können wir etwas erfahren, was wir nicht getan haben.

Wie wär’s mit „Auch wenn ich grade diese Idee ziemlich merkwürdig finde, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin 🙂 “ Einmal ausprobiert steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich bei Bedarf erinnern!

Im besten Fall fühlen Sie sofort körperlich eine Entspannung (Sie wissen, unsere Muskeln verkrampfen sich bei Ärger, und das ist nach Vera Birkenbihl ganz schlecht für’s Immunsystem!), das Gehirn wird wieder besser durchblutet und Sie können der Situation gefasster ins Auge schauen.

Oder sich überlegen, was Sie jetzt brauchen, damit es Ihnen wieder besser geht!

Ich wünsche Ihnen einen Tag, an dem Sie bei zwischen allen Hochs und Tiefs immer wieder in diesen Zustand zurückfinden können!

Mit herzlichen Grüßen,
Jutta Höch-Corona

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Ein Kommentar zu “Umgang mit Gefühlen – Teil 2”

  1. Anneliese Neessen

    Liebe Frau Höch-Corona,
    heute habe ich Ihre Seite entdeckt, weil meine Kollegin mir von Ihren Gefühlsmonstern erzählt hat. Die finde ich übrigens ganz toll.
    Sie haben so recht mit Ihren Worten. Mir gelingt es zur Zeit gar nicht gut mich selbst in all den schwierigen Situationen, in die momentan immer wieder mal gerate, so anzunehmen wie ich bin. Vielen Dank für Ihre Inspiration.
    Ihre Homepage ist sehr schön geworden. An meiner Homepage möchte in der nächsten Zeit auch arbeiten.
    Freundliche Grüße
    Anneliese Neessen

    Antworten
    • Jutta Höch-Corona

      Danke für Ihr Feedback, liebe Anneliese Neessen, und viel Erfolg beim Gestalten der neuen Seite!

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