Gefühle für den Alltag 13

2015-05-24 19.18.53

Guten Abend an diesem herrlichen Hochsommer-Sonntag,

haben Sie schon mal versucht, bei etwas, das Sie eigentlich anstrengend, schwierig, nervig oder belastend finden, einen Perspektivwechsel zu machen? Einfach so, als Test?
Statt „Oje, jetzt muss ich heute doch noch einkaufen gehen“ einmal „Prima, ich kann mir die Dinge besorgen, die ich brauche!“. Oder anstatt „Oje, soo viele Emails!“ einmal „Na, wollen wir mal schauen, was da alles eingegangen ist und wie ich damit umgehen kann!“ Na, und in diesen Tagen bietet sich die gute Gelegenheit, anstatt „O nee, es ist einfach viel zu heiß“ sich vorzustellen, im Urlaub zu sein, wo wir solche Temperaturen ja genießen. Und dann mal spüren, wie sich diese großartige Hitze anfühlt, im ganzen Körper.
(Natürlich ist es dabei sehr hilfreich, die vielen guten „Großmutter-Tipps“ zu beherzigen, von „Morgens lüften und danach die Fenster geschlossen halten“ über „leichte Frischkost essen“ und „ab und zu kaltes Wasser über die Unterarme laufen lassen“ bis zu einem Sonnenhut und Sonnenbrille, wenn wir länger draußen sein wollen.)

Hmmm, werden Sie jetzt sagen – das ist doch wohl eine etwas zu schwierige Übung.

Aber wenn das funktionieren würde, würde es sich nicht lohnen, es einmal zu versuchen?

Stellen Sie sich vor, was mir ein neunjähriges Nachbarskind vorgestern erzählt hat, die begeistert mit ihrem Mini-Gefühlsmonster-Set arbeitet. Ich hatte sie gebeten, mir für unsere neue Gefühlsmonster-Homepage von ihren Erfahrungen zu berichten, deshalb habe ich das Gespräch aufgezeichnet. Zum Glück! Hier ein Absatz daraus:

„Ich mag die 15Och das ist aber nett gerne weil ich das Gefühlsmonster auch mag. Und das sieht so aus als wäre man auch glücklich. Zum Beispiel, dass man eine gute Note geschrieben hat oder dass man in jemanden verliebt ist und er mag einen dann auch. Und sagt „Komm lass uns zusammen spielen!“ und man traut sich aber nicht es ihm zu sagen.

Es bedeutet für mich halt auch mehr. Meine Freundin ist halt auch so ein Typ der gerne immer auch rum zickt. Und ich hatte die 15 einmal in der Schule mit da habe ich sie ihr dann gezeigt und ihr gesagt lass uns heute Freunde sein. Das hat dann bis zum Ende auch gut geklappt.“

Ist das nicht unglaublich? DIe Kleine hat sich das einfach ausgedacht! Ohne Kurse in sozialem Lernen oder Bücher über positive Lebenshaltung.

Ich hoffe, Sie lassen sich anregen zu einem kreativen Umgang mit schwierigen Situationen. Sie wissen ja: es klappt besser, wenn wir uns tatsächlich einlassen darauf, unsere innere Haltung zu ändern. Ich bin sehr gespannt auf das, was Sie damit erleben und würde mich riesig über eine kurze Rückmeldung freuen.
Ja, von Ihnen! Das wäre prima!

Mit herzlichen Grüßen für eine wunderbare Woche,

Jutta Höch-Corona


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